Aktionen für die Umsetzung der EU-Richtlinie für Gebäudebesitzer und Vermieter

Februar 1, 2022 0 Von Adalbert Schneider
Fassage eines heruntergekommenen Altbaus mit Renovierungsgerüst
Renovierung eines Altbaus (Foto: Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay)

Die neu gesetzten Standards der EU stellen erhebliche Anforderungen an Immobilienbesitzer dar. Große finanzielle Belastungen kommen auch auf Mieter zu, wenn die Kosten der Investitionen größtenteils auf sie übertragen werden. Die nach der Renovierung geforderten hohen Mietkosten konnte ein Großteil der Mieter in den vergangenen Jahren nicht bezahlen. In ihre modernisierten Wohnungen konnten sie nicht zurückkehren, fanden aber keine adäquaten neuen Wohnungen. Die Folge waren Verarmung und soziale Probleme für einen Großteil dieser Bewohner, vor allem in Großstädten. Soziale Strukturen in Wohnnachbarschaften, die sich über Jahrzehnte entwickelt haben, wurden zerstört. Eine Wiederholung dieser Zustände muss durch staatliche Auflagen und finanzielle Unterstützung für Mieter verhindert werden.


Nach allgemeinen Schätzungen sind in der EU über 100 Millionen Gebäude energetisch zu sanieren. Selbst wenn bis 2030 nur 50% der Gebäude mit der niedrigsten Effizienzklasse saniert würden, kämen erhebliche Belastungen und Aufgaben auf Immobilienbesitzer und ausführende Unternehmen zu. Erschwerend kommt hinzu, dass es aktuell einen erheblichen Mangel an Arbeitskräften, Baustoffen und technischen Anlagen gibt und die Baustoffpreise überdurchschnittlich gestiegen sind.